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Fließende Farblicht Komposition, 2006
Kunst am Bau Projekt

12 lasergravierte Glaselemente
á ca. 110 cm x 90 cm,
LED Leuchtmittel, Steuerelektronik
Installation hinter der Fassaden-Festverglasung

Ein Baukasten für die Biologen
Lichtkunst von Daniel Hausig an der Saar-Uni

Von Sabine Graf, Saarbrücker Zeitung 13.02.2007

Kunst am Bau ist passé. Die Pflichtaufgabe (je nach Höhe der Bausumme eines Neubaus der öffentlichen Hand müssen zwischen 2,5 bis 0,4 Prozent der Bausumme für Kunst genutzt werden) ist zur Kür geworden. Was zählt, ist Kunst mit dem Bau. In einer kleinen Reihen gaben wir Beispiele für gelungene Verbindungen auf dem Saarbrücker Universitätscampus. Zum Abschluss heute die Lichtgestaltung von Daniel Hausig am Praktikumsgebäude für Human- und Molekularbiologie. Hausig ist am Mittwoch Gast im Künstlergespräch des Saarlandmuseums.

Saarbrücken. Kunst am Bau, Kunst im öffentlichen Raum bedeutet nicht, die Kunst der Architektur wie eine „Brosche“ aufzustecken, sagt Daniel Hausig, Professor für Malerei und Intermedia an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und weithin angesehener Lichtkünstler. Er verfolge einen Ansatz, „der sich sehr integrativ zur Architektur verhält“, sagt er und verweist auf seine aktuelle Arbeit am Neubau des Praktikumsgebäudes.

für Human- und Molekularbiologie. Das Saarbrücker Architekturbüro Hepp & Zenner entwarf den Bau mit verspiegelter Fassade und „mit wenigen, aber sprechenden Materialien und einer Formensprache, die ich verstanden habe“, so Daniel Hausig. Sein Einsatzfeld sind die Fenster bzw. die Fassade. Und das Fenster als Farbträger und Maigrund gehört zu seinem Repertoire und verbindet sich mit seinem Grundthema Farbe. Es geht darum, Farbe „mit neuen Mitteln und neuen Medien“ zu erkunden, erklärt Daniel Hausig. Zudem gilt es, „den Faktor Zeit mit in die Gestaltung einzubauen.“ Daraus hat er ein modulares System geschaffen, das auch in seiner Gestaltung für den Neubau auf dem Campus bedeutsam ist. Farbfelder leuchten auf, wobei das Bild eines Baukastens durchaus gewünscht ist: Als Bezug zur Forschungsarbeit im Inneren wie zur Architektur als Ganzes. Auch mit der im Haus betriebenen Forschung gibt es Ähnlichkeiten mit seiner systematischen Arbeitsweise mit den Farben. Auch das Entschlüsseln von Gen-Sequenzen als eine der Aufgaben der Biologen soll eine Entsprechung in seiner künstlerischen Arbeit für den Neubau finden, beschloss Daniel Hausig. Die Buchstaben- folgen der genetischen Codes übersetzte er in seine künstlerische Sache mit Farbfolgen und einer daraus entwickelten Farbsystematik.

Immer entlang der ihn leitenden Frage „Wie lässt sich dieses Thema sinnlich wahrnehmbar darstellen?“


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Neubau Praktikumsgebäude für Human- und Molekularbiologie
auf dem Saarbrücker Universitätscampus, 2006

Architekten: Hepp & Zenner