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Umspannwerk

Das einst zum Energiezentrum im Norden Jenas gehörige, von der Thüringischen Landeselektrizitätsversorgungs AG 1926 gebaute und heute als Baudenkmal geschützte Umspannwerk wurde mit Solarstrom reelektrifiziert. In dem dunkelroten, vom Architekten Bruno Röhr entworfenen großräumigen Klinkerbau errichtete Siemens 1927 für verschiedene Spannungsebenen eine Schaltanlage, die bis 1992 betrieben wurde und heute noch von den Ingenieurleistungen dieser Zeit zeugt.

Für die Dauer einer Kunstausstellung wurde eine mit Solarstrom betriebene Farblichtinstallation ins Umspannwerk integriert. Der Energietransport ging von Solarmodulen, die sich auf dem Dach des Gebäudes befanden, über die vorhandenen, alten Kabeldurchführungen und Stromleitungen zu einer im ehemaligen Transformatorenraum aufgebauten Lichtinstallation. Die ins Bild gesetzte Balance zwischen natürlicher Energiegewinnung und ästhetischer Energieverwertung sollte eine prozessuale, zeitliche Dimension zum Ausdruck bringen, einen systematischen Kreislauf, der den durch die Kontinuität der heutigen Energieversorgung vorgegebenen linearen Zeitbegriff kontrastiert.

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"Licht", Städtische Museen Jena, 1998