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Fachwerk, 2009
Lichtinstallation mit LED-hinterleuchteten Profilstangen, Aluverbund, Farblichtsequenzen geloopt, 255 x 400 cm, Installationsansicht im Kunstmuseum Celle, Sammlung Robert Simon, anlässlich der Ausstellung „Scheinwerfer“, 16.11.2013 - 30.03.2014


Im Dachgeschoss tauchen rechnergesteuerte, schlanke LED-Leuchtstäbe den umgebenden Raum in Farbe. Die Besucher können sich um das und im Licht der Installation von Daniel Hausig bewegen. Ihr Gang um das Lichtfachwerk herum wird begleitet von einem dynamischen Farbwechsel, der von Stab zu Stab springt In der Umgebung der Installation erzeugt das Licht ein dreidimensionales, bewegtes Farbfeld im Raum. Der Künstler arbeitet mit geometrischen, sachlich kühlen Formen, die sich wie bei der minimalistischen Malerei in ihrer reinsten Form als Flächenarrangement präsentieren. Trotzdem erzeugen die wechselnden Lichtfarben sofort Stimmung und Atmosphäre. Das Gefühl ist ebenso angesprochen wie Wahrnehmung und Intellekt Sobald mehrere Menschen im Wirkungsbereich des Werkes zusammen kommen, entsteht hier nicht nur ein psychischer, sondern zugleich ein sozialer Raum.


Die Installation führt damit den Unterschied zwischen Beleuchtung und Lichtkunst deutlich vor Augen. Anders als beim Lichteinsatz in Architektur und Design geht es hier -ganz genauso wie in den anderen Gattungen der Kunst -um die Autonomie der Mittel. Der Künstler unterwirft die Techniken der Lichterzeugung einem zweckfreien Transformationsprozess, der auf den Ort der Intervention übergreift Es geht nicht darum, den vorhandenen Raum mit einem Beleuchtungseffekt zu dekorieren. Das Ziel ist. für Wahrnehmung und Denken neue Räume zu öffnen.





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