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"Projekt: Lumolith

Spredaturm Burgdorf, 2007

Kunstprojekt vom Forum für Architektur und Gestaltung Burgdorf, mit acht Künstler und Künstlerinnen aus der Schweiz und Europa

Farblichtkomposition für 385 Jahre, 2007

Thema von Daniel Hausigs Lichtprogrammierung am Spredaturm ist die im Zeitinterwal betrachtete Codierung von Information. Seine Lichtprogrammierung ist die automatisierte, computergestützte Übersetzung einer Gensequenz in eine visuell wahrnehmbare, am Turm aufsteigende Farblichtsequenz. Stockwerkweise sind jeweils zwei Nukleotidbasen analog in Lichtfarben übersetzt. Der erste Abschnitt des Gens TIMELESS*, welches den Tagesrhythmus und die biologischen Uhr von Menschen und Säugetieren beeinflusst wurde mittels einer Software eingelesen und in eine vertikal lesbare Abfolge von Farblichtzeichen von insgesamt 50 Minuten Spielzeit konvertiert. Ähnlich wie beim Morse-Alphabet oder bei der binären Maschinensprache digitaler Computer stellt die Reihenfolge und Position der vier verschiedenen Farben am Turm einen Code dar, und der scheint für alle Lebewesen derselbe zu sein. Hausig wendet die biologische Regel, nach der sich vier primäre Nukleotidbasen auf einem DNA- Strang zu 64 verschiedenen Kombinationen von Dreier-Paargruppen organisieren auf die vertikale Lichtprogrammierung an. Die Abfolge und die Position der vier Lichtfarben am Spredaturm entsprechen dadurch exakt der Abfolge und der Position der Basenpaare im DNA-Strang TIMELESS. Die DNA kann man sich hierbei als Leiter vorstellen, deren Sprossen aus den Stockwerken des Turms gebildet wird. Das Abspielen der vollständigen Genomsequenz eines Menschen mittels einer Lichtsequenz am Spredaturm würde ca. 385 Jahre in Anspruch nehmen.


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"Spreda-Turm", 2007